FightING ILISU DAM  - SAVE HASANKEYF AND TIGRIS VALLEY

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ANF: Bürgermeister von Êlih (Batman) droht mit Todesfasten (15.09.2007)

Bürgermeister von Êlih (Batman) droht mit Todesfasten

 

ÊLIH (DÎHA) – Der Bürgermeister von Êlih [Batman], Huseyin Kalkan erklärte, der Widerstand für Heskîf [Hasankeyf] dauere nun sieben Jahre an: “Wir haben das diesjährige Mihrican [Kulturfest] unter dem Motto „Verlasst euren Ort nicht, setzt euch für die Zukunft ein“ eröffnet. Wenn die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz an ihrer Unterstützung [für das Staudammprojekt] festhalten, werde ich in Heskîf ins Todesfasten treten. Für die Folgen, sind die genannten Länder verantwortlich.“

 


Es sind nun 50 Jahre, dass der Ilisu Staudamm auf der Agenda des Staates steht. Aus diesem Grunde konnte Heskîf nicht zu einem touristischen Ort entwickelt werden. Weil die Zukunft von Heskîf so unsicher ist, werden seine Einwohner immer weniger, sie fliehen und setzen ihr Leben im Elend fort. Sollte Heskîf nun unter Wasser gesetzt werden sowie weitere 200 Orte, in denen Menschen leben, wird dieses Flüchtlingselend noch verschärft

 


Kalkan erklärte, der Widerstand für Heskîf dauere nun sieben Jahre an: „Als wir neu mit den Aktionen begonnen hatten gab es kein Bewusstsein in der Bevölkerung. Nur einige zivilgesellschaftliche Organisationen und Naturschutzvereine haben etwas unternommen. Aber nach und nach wurde die Bevölkerung aufmerksam. Heute ist beinahe die gesamte Bevölkerung von Êlih gegen den Staudamm.“ Kalkan weist auf die historische Bedeutung von Heskif hin: „Es gibt hier eine Geschichte von 12.000 Jahren. Diese Geschichte ist noch verborgen, aber nach und nach werden immer neue Fundstätten bekannt.“

 


'Wenn Deutschland seine Unterstützung nicht zurückzieht, trete ich ins Todesfasten“


Kalkan fuhr fort: „Wenn die Länder, die der Türkei Kredite geben, diese nicht zurückziehen, werde ich in Kürze in Heskîf ins Todesfasten treten. Meine Partei ist gegen meine Entscheidung. Aber ich habe diese Entscheidung in meinem eigenen Namen getroffen. In diesem Ramadanmonat werde ich mich langsam darauf vorbereiten. Eine schwerwiegende Entscheidung, eine Person kann 20-28 Tage durchhalten. Insbesondere Deutschland trägt die Verantwortung, wenn sie ihre Entscheidung nicht zurückziehen. Die Überflutung von Heskîf ist ein großes Verbrechen. Im Züricher Abkommen heißt es, dass die Zerstörung von historischen Orten ein Menschheitsverbrechen ist. Die Länder, die ihre Unterschrift unter dieses Abkommen gesetzt haben, unterstützen jetzt diesen Staudamm. Heskîf hat eine Geschichte von 12.000 Jahren. Es ist ein Ort der gesamten Menschheit, der 12.000 Jahre geschützt wurde, und heute sollten die Menschen ihn auch beschützen. Aus diesem Grund habe ich mich zum Todesfasten entschieden.“

 

Quelle: DIHA: 15.09.2007, ISKU