FightING ILISU DAM  - SAVE HASANKEYF AND TIGRIS VALLEY

Welcome to the Homepage of the „Initative to Keep Hasankeyf Alive“

Bild: Bianca Jagger: Darum kämpfe ich gegen den Türken-Staudamm (31.08.2007)

Bianca Jagger: Darum kämpfe ich gegen den Türken-Staudamm

Diese Stadt soll geflutet werden

78 000 Menschen müssen umgesiedelt werden +++ Auch Deutsche bauen und finanzieren mit

Von EBERHARD AU

 

Bald für immer geflutet? Die antike Stadt Hasankeyf mit ihren 6000 Höhlen

London – Kann SIE den Bau noch stoppen? Bianca Jagger (62), Trägerin des Alternativen Nobelpreises, und ihr Kampf gegen den geplanten Ilisu-Staudamm in der Türkei.

Jetzt hat sie einen dramatischen Appell an 2600 Museumsdirektoren in aller Welt gerichtet (liegt BILD vor).

 

Die Ex-Ehefrau von „Rolling Stones“-Chef Mick Jagger: „Ich möchte Sie dringend bitten, Ihre gemeinsame Opposition zur Beteiligung Deutschlands, der Schweiz und Österreich an der Finanzierung des geplanten Ilisu-Dammprojekts am Tigris im Südosten der Türkei hörbar zu machen. Der Ilisu-Damm wird unter sich die zauberhafte Stadt Hasankeyf und Hunderte weitere bisher unerforschte Ausgrabungsstätten begraben.“

Bianca Jagger: „Ein Verbrechen gegen unser gemeinsames Kulturerbe“

 

Um was geht es?

Ilisu, ein kleiner Ort (130 Einw.) im Südosten der Türkei, 60 Kilometer bis zur Grenze von Irak und Syrien. Hier sollen die Flüsse Euphrat und Tigris zu einem gigantischen See gestaut werden – 312 Quadratkilometer (so groß wie München).

 

Hier soll der Staudamm entstehen: Ilisu im Südosten der Türkei, an der Grenze zu Syrien und Irak

 

78 000 Menschen müssten umgesiedelt werden. 52 Dörfer und 15 Kleinstädte würden für immer in den Fluten versinken. Am schlimmsten: Die antike Höhlen-Stadt Hasankeyf würde vollständig geflutet. Ein einzigartiges Kulturdenkmal mit einer 12 000 Jahre alten Geschichte.

 

Wie ist Deutschland an dem Projekt beteiligt?

 

Die Deka-Bank finanziert einen Teil (114 Mio. Euro) der Baukosten von 1,2 Mrd. Euro, die Stuttgarter Baufirma Züblin ist am Bau beteiligt und die Bundesregierung bürgt mit Exportgarantien von fast 200 Mio. Euro.

 

Ein Sprecher der DekaBank zu BILD: „Das Projekt erfüllt höchste westliche Standards. Die Infrastruktur des Landes wird davon profitieren.“

 

Dagegen Heike Drillisch (43) von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation „Weed“:
„Dieses Projekt darf nie gebaut werden. Für 50 Jahre Stromlieferung werden
12 000 Jahre Menschheitsgeschichte geopfert.“

 

Die Entscheidung liegt jetzt bei der türkischen Regierung.